
Eichamt Melk
Das ehemalige „k.k. Aichamt“ der Architekten Siegfried Theiss und Hans Jaksch aus dem Jahr 1909 liegt in derStadtgemeinde Melk, am Fuße des Stiftes, und ist eines der seltenen Beispiele an bauzeitlicher Architektur, die nahezu unverändert ist. Das Gebäude ist ein Frühwerk des Architektenteams und entspricht typologisch dem Anfang des 20. Jahrhunderts populären Heimatstils. In diesem Gutachten galt es die bauhistorische Bedeutung des Gebäudes herauszuarbeiten und dieses architektonisch und städtebaulich einzuordnen, um dem BDA NÖ eine Grundlage zur Beurteilung eines geplanten baulichen Eingriffs am Objekt zu geben. Es stellte sich heraus, dass das Gebäude des ehemaligen Eichamts in Melk in seiner Unverfälschtheit auch im Inneren – Stiegenhaus, Böden, Fenster und Türen – ein selten gewordenes, authentisches Baudenkmal seiner Zeit darstellt. Dieses Frühwerk von Theiss & Jaksch zeugt von der Begabung der beiden Architekten, die sie in ihrer späteren jahrzehntelangen gemeinsamen Arbeit unter Beweis stellen konnten.
Text: Birgit Silberbauer & Judith Eiblmayr
Grafische Gestaltung: Nina Jul
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